So, jetzt geht es gleich los. Wir sitzen zwar noch in Kamala in unserer Stamm-Frühstückskneipe dem Ohlala, haben gerade unsere Lieblingsgericht “Duck with crispy onions” gegessen und trinken unseren Kaffee aus, aber in ein paar Minuten geht es los. Unser kleiner Bungalow ist ausgeräumt und alles was wir mitnehmen können ist im Auto verstaut. Alles andere haben wir bei Thomas, dem Wirt der Kokosnuss hinterlegt, falls wir mal wiederkommen sollten :-)
Jetzt geht es nach Bangkok, wobei wir heute wahrscheinlich nur bis Chumphon kommen werden. Ab heute könnte sich unsere Positionsanzeige also wieder bewegen. In letzter Zeit scheint sie nicht richtig funktioniert zu haben und hat drei Monate lang nur Kamala angezeigt. Den Fehler werden wir gleich beseitigen.
Morgen ist es dann soweit wir fahren los. Der aufmerksame Mitleser wird eine kleine Diskrepanz zwischen dem letzten angekündigten Abreisedatum und dem tatsächlichen, aber das ist jetzt halt so.
Die letzten Tage haben wir noch versucht viel zu erleben und so war einer der Stops das “Shooting Café” in Patong. Sehr skurril! Julian hat sich durch die verschiedenen Kaliber (9mm, .45) durchgeschossen und ich habe nach einem Schuss mit der 9mm und dem Gewehr (“it´s good for Ladies”) das Weite gesucht. Ein ganz komisches Gefühl. Wir sind uns bis zum Schluss nicht ganz sicher wie wir es fanden, aber jetzt können wir auch dabei einen Haken machen. Kommt uns also nicht komisch, wir können schießen.
Dabei haben wir auch noch was lustiges rausgefunden: viele Thais haben hier in ihren Autos eine Waffe um Ihre Interessen im Strassenverkehr besser vetreten zu können. Natürlich auch ohne Erlaubnis o.Ä. aber wenn man schon ohne Führerschein fährt ist das vermutlich die logische Konsequenz.
Wenn wir es hier nicht so mögen würden, würden wir vermutlich sagen: die haben hier alle einen an der Semmel. Aber so fällt unser Urteil diplomatischer aus: die sind hier einfach irgendwie “same same, but different!”
Wir packen nun also unser 107 Sachen und verlassen unser schönes schönes Kamala und machen uns auf den Weg nach Bangkok. Das wird aufregend, denn Autofahren hier ist ein bisschen wie der Mushroom Cup bei Mario Kart: aus allen Löchern kommt irgendjemand und versucht anzugreifen. Besonders Nachts oder in Bereichen wo der Wochenmarkt ist, wirds richtig anstrengend. Das ist dann sowas wie der letzte Level, der Bowser unter den Gegnern. Nur die wenigsten Treffer hier bringen aber Bonuspunkte, also muss man wirklich höllisch aufpassen dass man niemanden erwischt. Das Wissen um ihre Waffen im Auto macht das ganze nur bedingt entspannter.
Aber wir trauen uns und wer es hier auf den Strassen geschafft hat, der kommt überall klar. (Ich glaube dann kommt nur noch Indien als Kür)
Wir freuen uns auf Bangkok (vor allem auch weil es dort auch einen Din Tai Fung gibt) und werden uns von dort aus Richtung Australien machen. Ob Vietnam und Indonesien auf dem Weg sein werden wird sich zeigen.
Hier noch ein paar Eindrücke der letzten Tage und einige Menschen die uns hier begegnet sind. Natürlich ist unsere “Patin” – Wäschefrau – Tankwart Deng auch mit dabei.
Tschüß Kamala. Halt Dir die ganzen Farrangs vom Hals, damit das hier kein zweites Patong wird. Dann kommen wir sicher wieder!
Am Samstag waren wir, zusammen mit unserem persönlichen Lieblings Dive Master Pascal, noch ein weiteres mal tauchen. Letzte Woche waren wir ja auf den Similan Islands und dieses mal ging es nach Koh Phi Phi. Der ein oder andere kennt den Namen der Insel vielleicht, weil hier, in der berühmten Maya Bay, der Film “The Beach” gedreht wurde.
Die etwa 2,5 Stunden Anreise per Boot im Morgengrauen haben sich wirklich gelohnt. Zwar war die Sicht nicht so toll wie auf den Similan Islands, dafür war die Unterwasserwelt hier noch eindrucksvoller.
Das HAI-Light (den Witz haben wir von langer Hand geplant) waren sicher die Begegnung mit den Schwarzspitzenhaien, die uns quasi umzingelt haben. Laut Pascal sind die völlig ungefährlich, aber nachträglich habe ich nun gelesen, dass die schon unangenehm werden können, wenn sie sich bedroht fühlen. Naja, aber wir haben sie ja auch nicht bedroht, sondern nur aus der Ferne beobachtet. Im Gegensatz zu Karo, die gleich alle Hollywood Filme mit Haien durchgegangen ist, war ich völlig entspannt. Was aber auch an meiner stark beschlagenen Maske gelegen haben kann, die auch nach mehrfachem Ausspülen immer wieder neu beschlagen ist. Aber auch die anderen Fische waren hier sehr eindrucksvoll, es gab unzählige Schwärme in allen vorstellbaren Farben.
Insgesamt haben wir drei Tauchgänge gemacht. Der letzte war am Anemon Reef, ein komplett mit Anemonen bewachsenes Korallenriff, wo wir den ein oder anderen Nemo getroffen haben. Pascal hat zwar wieder in allen möglichen Löchern nach Pipefish oder Seepferdchen gesucht und auch welche gefunden, aber wir haben davon nicht viel gesehen weil wir noch nicht auf solche Kleinigkeiten achten. Daher kamen uns die Haie auch wie gerufen. Insgesamt haben wir nun 16, bzw. 13 Tauchgänge in unseren Logbüchern stehen und warum Karo 3 weniger hat, erklärt sie Euch sicher gerne in ihrem nächsten Post über die Similan Islands.
Den Artikel habe ich bereits vier Mal begonnen und wieder verworfen, weil ich nicht so recht die richtigen Worte finden kann. Ich versuche es mal so:
Nach der ganzen Zeit hier mit all unseren Eindrücken und den vielen schönen Bildern die wir gesammelt haben, ist es kaum vorstellbar dass gerade mal vor 7 Jahren am 26.12.2004 (zur Hochsaison) mindestens zwei, an einigen Orten bis zu sechs Flutwellen mit ansteigender Kraft über die Insel hereinbrachen und tausende von Menschen in den Tod rissen. Man kann es sich auch nicht vorstellen, dass dort wo Mama Fatima nun das beste Pad Thai der Insel macht kein Stein mehr auf dem anderen stand, die besten Hotels mit “Seaview” einfach wie Legosteinchen weggespült wurden und die Menschen alle in die Richtung, wo wir jetzt seit 3 Monaten leben, rannten oder sich auf noch stehende Dächer flüchteten, um dem Wasserstrom zu entkommen. Indonesien wurde am stärkste getroffen, dort starben mehr als 130.000 Menschen (so groß ist z.B. Regensburg!) In Thailand war besonders die West-Küste um Phuket / Khao Lak betroffen, die geschätzte Opferzahl liegt bei 7.800.
Ich habe mich neulich mit der Nachbarin unterhalten, die dort seit 10 Jahren lebt und wie alle die bei diesem Ereignis dabei waren erzählte sie ihre spannende aber sehr bedrückende Geschichte. Von Menschen die Ihre Angehörigen suchen, von meterhohen Leichen/Sargtürmen die während der Bergung vor der Moschee gesammelt wurden, von leblosen Körpern die auf Mopeds ins Krankenhaus gebracht wurden, vom immer schlimmer werdenden Geruch, vom Fehlen offizieller Hilfe aber auch von den Aufräumarbeiten und dem Optimismus den die Thais hatten. Davon dass alles geteilt wurde und jeder auf jeden achtete.
Obwohl die Schilder “Tsunami Hazard Zone” so omnipräsent sind, nimmt man sie und ihre Bedeutung eigentlich nicht mehr wahr, wenn man hier länger als 7 Tage ist. Bis einem wieder jemand begegnet der dabei war und das Erlebte teilen möchte. Und obwohl es mich immer betroffen macht und auch meistens für den Rest des Tages eher runter zieht würde ich am liebsten jedes Video, jedes Foto, jede Satelitaufnahme und jeden Artikel dazu aufsaugen, weil es ja schließlich auch in “unserem” Kamala passiert ist.
Ich habe in den letzten Tagen von Thomas (dem Restaurantbetreiber mit der Roulade) einen USB Stick bekommen, mit hunderten von Fotos von den Tagen nach dem Tsunami und von den beginnenden Aufräumarbeiten. Das war also der aktuelle Auslöser für meine Erkundungstour zum Thema Tsunami.
Sehr interessant aber traurig fand ich das Video: http://www.youtube.com/watch?v=b9DMiy_DVok (es besteht aus 7 Teilen, der jeweils nächste Teil ist auf der linken Seite verlinkt)
Das ganze Thema wurde ja schon in vielen Berichten verarbeitet, aber erst jetzt wo man Dinge von den Videos hier vor Ort erkennt wird das ganze “echter”.
Was so ein Aufbruch alles bewirken kann. In den letzten 5 Tagen sind wir aktiver denn je und wollen noch das maximale hier auf der Insel erleben. Ich habe meine “Website”-Projekte für die lokalen Gastronomen abgeschlossen (ja ich habe hier “Sachen” gemacht – und Julian durfte dafür immer gratis essen und trinken) und nun sind wir hier auf Piste.
Wir erkunden Kamala, als wär´s das letzte Mal
Heute haben wir den Tag genutzt, und Kamala von Innen nach Außen gekehrt und sind mit unseren Rollern auf Erkundungsfahrt gegangen. Auf was für Häuschen man hier so stößt ist der absolut Hammer. Ein paar habe ich anschließend auch im Internet wiedergefunden. Wenn Ihr also so nett wärt und sammelt könntet, wir würden da wirklich gerne übernachten. Bitte. Unser neues Zuhause? Kostet auch nur 50.000 EUR im Monat. Aber was wir uns dafür wieder reinsparen können, weil wir keine eigenen Handtücher mitbringen müssten!!! Ihr dürftet dann auch kommen, wir hätten ein Gästezimmer.
Ein Tag am Karo Beach, wir gehen dorthin wo es weh tut!
Vorgestern haben wir Kamala Richtung Khao Lak verlassen und den Tag am Karo Beach verbracht (Ihr erinnert Euch, ich habe einen kleinen Strand entdeckt und diesen eingenommen), der sich so gegen 18:00 Uhr als gar nicht mehr so geheim und einsam entpuppt hat. Als hätte jmd. ein Zeichen gegeben, sind auf einmal aus allen Richtungen an die 8 thailändischen Familien aufgetaucht und haben wie wir den Sonnenuntergang genossen (zumindest erweckten sie den Eindruck als würden ihnen Karo Beach auch sehr gut gefallen!). Bis dahin aber waren wir aber komplett alleine – und das kann man sich bei DIESEM Strand und der aktuellen Höchstsaison kaum vorstellen.
Geprägt von meinem Einbrechererlebnis, hielt ich die erste aufkreuzende Familie für agressive und äußerst gewaltbereite Ganoven und habe Ihnen mit Blicken deutlich gemacht “hier gibt`s nix zu holen”. Auch die Tatsache, dass auf einmal Kinder vom Rücksitz sprangen machte die Sache nur verdächtiger. Mit ihrem freundlichen “Sawadee Kha” konnten sie mich nicht einlullen! Julian zeigte sich im Gegenzug durchaus entzückt! Aber es handelte sich ganz offensichtlich um ein Ablenkungsmanöver. Hat man bei Aktenzeichen XY ja alles schon gesehen. Ich bin ja nicht von gestern! Ab der 3. Familie habe ich mich dann langsam entspannt, denn ganz offensichtlich fühlte sich dann keiner mehr für uns zuständig. Also konnte ich auch den tollen Sonnenuntergang genießen – mit einem Auge hatte ich sie aber stets alle im Griff. Die Sonne ging dann letztendlich doch ganz unter und wir packten unseren Schirm ein und es ging nach Hause. Ich war einigermaßen überrascht, dass das Auto noch da stand. So war unser Tag am Meer.
In den nächsten Tagen steht noch einmal Tauchen auf dem Programm und diesmal geht´s nach: Similan Island. Und das ist dann sowas wie der Eifelturm oder die Freiheitsstatue der Unterwasserwelt. Muss man gesehen haben und wenn Pascal seine Kamera mitbringt, dann gibts auch Bilder von Nemo und vielleicht von Schildkröten und Rochen.
Aber bis dahin gibts noch schöne Bilder von Karo Beach:
Neulich auf meinem Nachhauseweg hatte ich diese Begegnung: eine Kuh Familie, die vom Freitagmarkt zurück Richtung Stadt lief und direkt auf eine Lady Bar zusteuerte. In der Tüte waren 3 Flaschen Wasser. Die Analyse überlasse ich Euch.
Ich bin nur froh dass ich das aufgenommen habe, denn ich glaube sonst hätte man (und ich selbst auch) an meinem Verstand gezweifelt.
Dinge des täglichen Bedarfs bekommt man bei der Deng (Unsere Wäschefrau aka. Patin von Kamala) bei Mama Fattima, im 7/11 oder im Baumarkt – und der ist wirklich ein Erlebnis. Da drin hat es ungefähr 60C Ober-Unterhitze, der Inhaber sitzt apathisch hinter einem kleinen Tisch mit Bluetooth Headset im Ohr in der Mitte der Halle, die Gänge sind ca. 30cm breit, es ist total verstaubt und es läuft einem der Schweiß aus allen Poren. Uns läuft der Schweiß, dem ruhigen Besitzer natürlich nicht – nein der schwitzt nicht, aus Prinzip!
Dafür gibt es in seinem Laden wirklich ALLES, von Duschkopfdichtungen über original Honda Aufkleber bis hin zur örtlichen Gastronomieausstattung bestehend aus Plastikstühlen, Plastiktischen, Plastiksoßendosen, Plastikbesteckhalter, Plastikserviettenhaltern (eigentlich eher Endlosservietten, denn es ist Klopapier) und anderen Dingen aus Plastik. Ich glaube generell mag man Kunststoff hier wirklich gern. Ich habe nur seit 3 Monaten immer Angst, dass ich eines Tages bei Mama Fattima aufstehe und mir der Plastikstuhl am Hintern kleben bleibt. Toi Toi Toi!
Wir hatten nach unserem Open Water Kurs fest vorgenommen nochmal tauchen zu gehen, aber irgendwie hat sich das bisher nicht wieder ergeben. Zufällig haben wir vorgestern spät Abends Robert, den örtlichen Tauchschulenbesitzer, bei unserer Pad Thai Frau getroffen. Ist quasi ein Hot Spot bei ihr, dort trifft sich die Kamalanische Schickeria. Lange Rede gar kein Sinn: wir waren gestern wieder tauchen und es war sehr viel entspannter als während des Kurses. Dieses Mal hat sich Pascal unserer angenommen, auch Schweizer und auch sehr nett! Der erste Tauchgang war Tai Pao danach Kamala Rock. Beides zwar schöne aber eher unspektakuläre Tauchplätze aber um ganz ehrlich zu sein, ging es nur sekundär um die Fische, in erster Linie ging es mir darum nicht abzusaufen. Das hat ganz gut geklappt und wir haben sogar Nemo und seine Freundin gesehen. Schon sehr sehr süß! Außerdem noch ganz viele, ganz gefährliche Lion Fische und allerlei anderes Getier. Irgendwie bereue ich dass wir damals auf Similan Island noch keine Taucher waren, da hat man schon beim Schnorcheln ahnen können, was da unten los ist. Aber jetzt haltet Euch fest, erzählt mir doch der Pascal (hat schon 150 Tauchgänge – also ein echter Taucher) dass er ganz oft die Luft anhält wenn er unter Wasser ist?!?! Ja wo gibt’s denn sowas! Und geplatzt ist er noch bei keinem einzigen Tauchgang! Scheint also alles nur halb so wild wie beim ersten Mal gedacht!
Ich finde ich habe meinen ersten echten Tauchgang sehr gut gemeistert und habe meine Arme auch schon ganz cool und lässig verschränkt, denn ein echter Taucher tariert sich mit seiner Atmung, is klar.
Julian hingegen hat eher ausgeschaut als würde er seinen Namen tanzen wollen – und das kostet mich wieder eine Gegendarstellung!
Jetzt ist es mehr oder weniger offiziell, wir ziehen weiter. Vermutlich am 15. Februar packen wir unsere Sachen hier final und machen uns auf den Weg in den Norden. Wir fahren mit dem Auto nach Bangkok und Chang Mai und in die ganzen anderen Städte die da noch so sind. 3,5 Wochen Autotour durch Thailand also. :-) Der Abschied fällt richtig schwer.
Die Vorurteile über Thailand
Wir haben uns in den letzten Wochen hier mehr als wohl gefühlt und können nun die vielen Auswanderer Seelen die Haus und Hof versetzen um hier noch einmal durchzustarten sehr gut verstehen. Die Insel saugt einen ab der ersten Sekunde ein und lässt nicht mehr ab. Zu Hause habe ich von Thailand kein wirklich klares Bild gehabt, außer dass hier jedemenge Deutsche mit einer Thai Lady (oder einer die es noch werden wird) in der Bar sitzen und alles und jeden hoffnungslos ausbeutet. Nun es ist nur partiell richtig, denn meistens sind es hier Engländer oder Australier und so richtig ausbeuterisch wirkt es gar nicht. Ich bin mir mittlerweile nicht mehr ganz so sicher, wer da am Ende den kürzeren zieht.
Obwohl RTL2 zu Hause wirklich sein Bestes gegeben hat um uns darüber aufzuklären, haben wir von “diesem” Sextourismus wirklich kaum etwas mitbekommen. Auf Twitter lesen wir zwar regelmäßig von Herren deren Alter und Herz Gesundheitszustand nicht ganz so zur jungen Freundin und blauen Pillen gepasst haben oder von Schlägereien zwischen z.B. Russen und Ladyboys, weil einer der beiden eher überrascht war über den Ausklang des Abends. Das kleine bisschen was wir wirklich selbst erlebt haben war aber auch nur bei unserem Ausflug nach Patong, dass sich wohl immer mehr zu einem zweiten Pattaya entwickelt. (Und wenn Ihr wisst was das heißt, dann habt ihr bestimmt wie ich nur zu viel RTL2 geschaut:-) Hier findet man sie dann in der Tat: die zu Hause eher schwer vermittelbaren, die Junggesellen, die eigentlich zu Hause verheirateten, die Rentner, die jungen, die schönen, die meist weniger schönen, die eigentlich nur wegen dem Strand hierher kommenden und die meisten sehr rotgebrannten männlichen Touris die aber alle eins gemeinsam haben: sie erleben den zweiten Frühling (oder den jemals ersten) mit der Dame Ihres Herzens – und die haben sie selten von zu Hause mitgebracht! Also Pattaya & Patong: Same Same but different und beides eher no no für uns. Vielleicht hätten wir halt doch die PingPong Show besuchen sollen… wer weiß.
Mir kann das ganze eher Wurscht sein, ich habe meinen Kurschatten seit Jahren auf Reisen dabei und solange Patong alle anderen anzieht, habe ich mehr von dieser wunderschönen Insel für mich – die so gar nicht RTL2 ist. Denn dieses Bild von Thailand was bei uns so in den Medien gezeichnet wird stimmt aber es entspricht ungefähr 2% des Kuchens. Der Rest ist ein Land wie Du und ich und einfach nur unglaublich schön.
Thailand ist aber anders! Fei echt etz!
Phuket ist einfach großartig weil es so verschieden ist. Es gibt das Meer, es gibt die Berge es gibt eine portugiesisch/chinesische Altstadt, die Menschen sind nett und man fühlt sich willkommen. Im Prinzip ist es hier wie die Sammlung aller positiven Eigenschaften der bisherigen Stops + Meer. Wenn man also das nächste Mal abspannen will, dann statt 2 Wochen All inclusive –> 2 Wochen Appartement in Kamala! Ich verspreche und gebe Brief und Siegel drauf, so funktioniert abschalten!!! Es lässt sich wirklich schwer beschreiben …
… weshalb wir uns hier so gut gefühlt haben dass wir aus den ursprünglichen 2 Wochen gleich 3 Monate gemacht haben daher versuche ich es nicht weiter. Ihr müsst kommen und es erleben und zwar nicht im Hotel sondern hier, in unserer Hood. Wo die Deng Eure Wäsche macht und die Mama Fattima (von der wir bis heute nicht wissen wie sie heißt) ein Massaman Curry macht dass Euch niederstreckt. Packt also die Badehose ein und kommt nach Thailand dann geben wir Euch die besten Insidertipps für die Insel. Oder wir kommen einfach mit, wie Ihr wollt. Ja ok, wir kommen mit, egal was Ihr wollt!
Für alle die an unserem Verstand gezweifelt haben weil wir hier Wurzeln schlagen und für alle anderen die bisher nur das RTL2 Bild im Kopf haben hier unsere Eindrücke von Phuket. Unten die Fotos, oben ein Video dass ich aus meinen Schnipseln die ich so hatte gemacht habe. Euch kann ich es ja sagen, ich habe jetzt schon ein Abschiedstränchen im Auge! Denn sagen wir`s mal wie es ist: so richtig weg wollen wir hier eigentlich nicht und jetzt sind es nur noch 3 Wochen!
In den letzten Tagen habt Ihr sicher bemerkt, dass der nette China Lieferdienst irgendwie noch besser drauf ist als sonst und das liegt daran dass er Neujahr feiert! Wir als Wahl Phuketaner nehmen die Feste wie sie fallen und versuchen auf allen Hochzeiten zu tanzen. Am 23.Januar 2012 verlassen die Chinesen das Jahr des Hasen und leiten das Jahr des Drachen ein. An dieser Stelle noch die Ergänzung: Julian ist im Jahr des Hasen geboren es war also SEIN Jahr, ich im Jahr des Affen – und ja Affen sind extrem schlau! In welchem Jahr seid ihr? Hier eine Jahresliste chinesische Tierkreiszeichen & Elemente
Da viele Bewohner Phukets chinesischer Abstammung sind wird das Fest hier auch prunkvoll gefeiert. Die Strassen, Häuser und Tempel werden mit roten Bannern und Blumen geschmückt und es gibt eine obligatorische Drachenprozession.
Wenn China Neujahr feiert werden die zukünftigen Träume beschworen und es soll Glück bringen, Fenstern und Türen zu öffnen und das Licht anzulassen, um das Glück während des Festes herein zu lassen und das Glück ins Haus zu leuchten und die bösen Geister abzuschrecken, die offensichtlich kein Licht mögen. Ja, nun ich glaube das machen wir mal lieber nicht, denn Ihr wisst ja, Thai-Ede wartet sicher Nacht für Nacht vor meinem Fenster.
Unglück hält man im neuen Jahr außerdem von sich fern, indem man keine neue Schuhe während der Neujahrestage kauft, denn das Wort Schuh (鞋子, Xiézi) dem Wort für schlecht, böse und ungesund (邪, Xié) sehr ähnlich ist und ich glaube dass ich mich die paar Tage zurückhalten kann. Ebenso nicht ratsam ist es, sich und die Haare während der Festlichkeiten zu schneiden, da das Wort Haar (髮 / 发, Fà) dem Wort Glück (發 / 发, Fā) ähnelt und das will man nun ja wirklich nicht zurechtstutzen. :-)
In diesem Sinne wer es verpasst hat seine Wünsche für 2012 zu formulieren, hat jetzt noch last Minute die Chance dazu: