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Sauber, sicher, superschnell & sauteuer

Kaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben – und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten.

Auf Spiegel Online gibt’s gerade ein netten Artikel über Arbeiten und Leben in Singapur. Uns hats da ja auch wieder sehr gut gefallen. Was sie aber als Kritikpunkt definitiv vergessen haben ist das Wetter. Man kann kaum 100 Meter auf der Strasse laufen ohne komplett verschwitzt zu sein. Das würde mich, wenn ich dort arbeiten müsste, schon sehr nerven.

So war Singapur und so gehts hier weiter

Wie Ihr schon in unserer Ode an den Singapore Sling und die Soup Dumplings lesen konntet haben wir einige Tage in Singapur verbracht. Wir waren schon 2007 bei unserer Australien Reise hier und haben uns sofort wieder wohl gefühlt. Nun gut, nicht schwer. Der Aufenthalt begann mit Singapore Slings und endete ähnlich.

Bei diesem Besuch hatten wir das Gefühl, dass die ganzen Verbote und Richtlinien nicht so spürbar waren wie beim letzten Mal. Wir wissen nicht ob es weniger ist oder wir einfach auf diesem Auge blind waren aber es wirkte alles ein bisschen entspannter.

Wir haben natürlich alle wichtigen Sightseeing Spots angeschaut hatten aber ein bisschen Pech mit dem Wetter. Viel Regen nur zwei Sonnentag aber Regentage bedeuten in Singapur Shoppingtage und da wird wirklich einiges geboten.

Der Hauptgrund für unsere Reise war eigentlich die Verlängerung unseres Thailand Visums. Dieses Mal haben wir beschlossen nicht nur die 30 Tage zu nehmen die man bei der Einreise via Stempel bekommt, sondern ein echtes Visum zu beantragen. Damit haben wir uns hier also 2 Monate erkauft und haben für Thailand nun folgende Pläne:

Wir bleiben nun bis Mitte Februar hier in unserem kleinen schönen Kampala und fahren dann mit unserem Auto hoch in den Norden. Diese Tour dauert dann nochmal ca. 3-4 Wochen. Danach haben wir uns überlegt eine geführte Tour durch Laos, Kambodia und Vietnam zu machen. Geführt deswegen, weil wir hoffen dass uns der Einstieg ins Rucksackreisen ein bisschen leichter gemacht wird. Das schlimmste wird sein, dass wir neu packen müssen und dann fängt alles eigentlich bei Tag 1 unseren Blogs an. Je nach Tagesform freuen wir uns aufs weiterreisen oder wollen hier nicht weg. Man wird sehen.

Prepaid SIM und mobile Internet in Singapur

Also so einfach wie in Singapur war es noch nie eine Prepaid SIM Karte mit einem Datentarif zu beschaffen. Die Karten werden nämlich von den Geldwechsel-Buden direkt im Ankunftsbereich des Flughafens verkauft und man muss sich gar nicht groß auf die Suche nach einer Verkaufsstelle machen. Nur wenn man, so wie wir Sparfüchse am Budget Terminal ankommt, muss man halt mit dem kostenlosen Shuttle Bus zu einem der normalen Terminals, also 2 oder 3 fahren.

Dort haben wir uns für eine Karte von SingTel entschieden, weil das die größte Telefongesellschaft ist und wir dachten das bedeutet auch die beste Netzabdeckung. Keine Ahnung ob das stimmt, aber wir hatten fast immer eine hervorragende 3G Anbindung und haben die Entscheidung nicht bereut. Die Karten gibt es mit 7, 28 oder 50 Singapur Dollar (S$) Guthaben und ein 1 GB-Datenpaket für eine Woche kostet GB 7S$ oder für unbegrenzten Traffic 25 S$. Also kommt man für eine Woche als Normalnutzer, wenn man noch ein bisschen telefonieren will mit 28 S$ (ca. 17 EUR) und als Vielnutzer mit 50 S$ (30 EUR) für eine Woche locker aus. Das Datenpaket bucht man, indem man bei der Telefonnummer *363 anruft. Danach bekommt man eine SMS, die einen Assistenten startet, mit dem man das gewünschte Paket buchen oder seinen Kontostand kontrollieren kann. Als APN verwendet man “hicard”.

Die Beratung durch die Dame am Geldwechselschalter war hervorragend. Die hat alles gewusst oder teilweise schon proaktiv beantwortet. So toll bin ich weltweit noch nicht beraten worden. Die 3G Netzabdeckung war sehr gut und auch die Geschwindigkeit hervorragend. Sogar schneller als unser Hotel-WLAN, so dass wir auch im Hotel meistens via iPhone-Tethering online gegangen sind. Uneingeschränkte Empfehlung für SingTel.

Wieder vereint: Wir und die Xiaolongbaos / Shanghai Soup Dumplings

Singapur ist kulinarisch wirklich ein im wahrsten Sinne überwältigend, hier bekommt man vermutlich alles, außer Bratwurschtgehäck. Könnt Ihr Euch noch an die kleinen Suppenknödel aus Shanghai erinnern? 

“…Shanghai. Man isst hier “Xiaolongbao” – kleine gefüllte Teigtaschen deren Besonderheit ist, dass im Inneren nicht nur eine Fleischfüllung ist sondern auch eine Art Suppensud. Man beißt also die recht heiße Aussenschicht des Knödels auf und trinkt erstmal den Suppensud im Inneren aus und genießt dann den Knödel. So will es der Lonely Planet. In der Praxis beißt man sie auf und spritzt sich und seinen Nachbarn komplett mit heißer Suppe voll oder man schiebt sie sich im Ganzen in Mund (man ist ja ein alter Hase in China und hat schon oft Dumplings gegessen) und macht dann 2 Minuten lang Zungen-Dumpling-Jonglage und verbrennt sich dabei den ganzen Gaumen. Die Dumplings gibt´s auch in einer großen Größe. Da steckt dann ein Strohhalm drin und verrät den Neulingen ein bisschen besser was zu tun ist…”

Sie sind wieder da – und das in Mengen denn auch die Singapuraner, Singapurier, Singapuresen, Singapuristen, die Menschen aus Singapur lieben die chinesische Küche und so hat es sich die geschäftstüchtige Kette Din Tai Fung zur Aufgabe gemacht die Welt mit den leckeren kleinen Soup Dumplings zu versorgen.

Und das sehr erfolgreich, daher muss man wirklich gaaaaaanz viel Zeit mitbringen, wenn man zu den Stoßzeiten kommt. Ist der Laden nämlich voll, bekommt jeder Neue eine Nummer, einen Bestellschein und die Speisekarte zugewiesen. I.d.R. dauert es ca. 20-30 Minuten bis ein Tisch frei wird. In dieser Zeit MUSS man seine Bestellung bereits ausgesucht und niedergeschrieben haben, denn wenn man sitzt soll man schnell wieder gehen und keine kostbare Zeit mit schnödem Karte studieren vergeuden – die anderen warten ja schließlich. Hat man sich verschätzt und würde gerne noch etwas nachbestellen, wird es eng. Denn der Service ist wegen der hohen Taktung aufs völlig wesentliche beschränkt – Knödel bringen. Also lieber sich und seiner Begleitung bekunden wie satt man geworden ist. Das kulinarische Spektakel innen dauerte bei uns nur halb so lange wie unsere Wartezeit außen.

Unser Tipp für einen perfekten Ablauf:

Nummer ziehen, warten, Schlange NIE verlassen, man könnte immer der Nächste sein, drankommen, setzen, Zettel abgeben, Klappe halten, nicht auffallen, über den schlechten Service tuscheln, staunen, verbrühen, essen, nochmal über die Unverhältnismäßigkeit tuscheln, satt essen, zahlen, hohes Trinkgeld trotz inkludierter Servicegebühr geben, raus, wiederkommen und wiederkommen und wiederkommen. 100% Erfolgsgarantie, ich war 4 Mal dort!

Wo finde ich die besten Shanghai Dumplings / Xiaolongbaos / Soup Dumplings in Singapur?

Hier: 313 Sommerset, RWS Branch, Marine Bay Link Mall Branch, Serangoon Branch, Marina Bay Sands Branch, Katong Branch, Paragon Branch, Junction 8 Branch, Tampines Mall Branch, Wisma Atria Branch, Raffles City Branch, Jurong Point Branch … und in China, Australien, Thailand und den USA.

Oder mal beim Dumplingprovider unseres Vertrauens nachschauen.

Abschiedsdrink

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So war der original Raffles Hotel Singapore Sling + das Rezept!

Ist man in Singapur kommt man natürlich nicht umhin einen seiner berühmtesten Söhne zu besuchen. Den Singapore Sling. Erfunden wurde der Cocktail eigentlich für Damen im Jahr 1915 vom damaligen Barkeeper Ngiam Tong Boon, der damit einem ganz logischen Gedankengang folgte: “Wenn erst mal Damen in eine Bar kommen, dann folgen auch mehr Männer.” So kreierte er den Singapore Sling – einen leichten Drink aus Gin, Kirschlikör, sowie einige Spritzer Bénéndictine und Cointreau, Ananassaft und Lime Juice und ein wenig Angostura für den herben bitteren Geschmack. Wegen mir hätte er ihm auch a bisserl mehr Umdrehungen geben können, aber gut.

Mittlerweile ist das Raffles Hotel und die Long Bar natürlich eine eigene Sightseeing Attraktionen in Singapur, entsprechend musste sich das Hotel und die Bar für den Massenbetrieb umstellen, aber der Cocktail schmeckt dort wirklich sehr gut. Wir behaupten: er ist seit 1915 (damals hieß er noch Straight Sling) sogar noch besser geworden. Beweist uns das Gegenteil!

Auch wenn das “rote Gold” (wie ich es gerne nenne) heute aus großen Tanks bereits vorgemischt kommt und nur noch zum finalen Shaken den Barkeeper sieht, so ist die Long Bar und die 26S$ pro Glass einen Besuch wert. Man muss sich nicht mal schön anziehen, mit Shorts und T-Shirt ist man schon nicht underdressed und alle Mitarbeiter können mit ALLEN aktuell gängigen Fotoapparaten umgehen und werden gerne den besonderen Moment festhalten, in dem man IHN probiert. Ebenso complimentary und traditionell sind die Erdnüsse und Ihre Schalen, die nach dem Verzehr einfach auf den Boden geworfen werden sollen. Wenn man dann zu viele davon hatte, kann man für ein paar hundert EUR auch direkt im Hotel bleiben.

Bei unseren diesjährigen Besuch habe ich mich auch durch die Jahreszeit Specials getrunken: Summer Sling, Spring Sling, Winter Spring. Alles im Dienste der Berichterstattung versteht sich. Aber keiner war so gut wie das Original.

Für alle die zu Hause das Raffles Hotel Gefühl nachspielen wollen:

  1. Man kaufe viele, viele Erdnüsse, knacke sie und werfe sie effektvoll auf den Boden.
  2. Man heize die Wohnung auf wohlige 30C auf drehe dazu den Luftbefeuchter auf Stufe 3
  3. Man mische sich den Cocktail nach diesem

 ”Singapore Sling Raffles Hotel Original Rezept”:

  • 3 cl (30ml) Gin
  • 1.5 cl (15ml) Cherry Brandy (vorzugsweise “Cherry Heering”)
  • 0.75 cl (7,5ml) Bénédictine D.O.M.
  • 0.75 cl (7,5ml) Cointreau
  • 1 cl (10ml) Grenadine
  • 12 cl (120ml) Ananassaft
  • 1.5 cl (15ml) Lime Juice
  • 0.75 cl (7,5ml) Angostura Bitter
  • Eiswürfel
  • 1 Stück Ananas und 1 Kirsche (Cocktailkirsche) für Auge, das trinkt immer mit!

Prosit – wie wir hier in Singapur sagen!

Wer das Raffles in Singapore besuchen möchte findet es in der Beach Rd. Der Eingang ist gleich gegenüber von “Brotzeit”. Die nächste MRT Station ist “City Hall”.

Öffnungszeiten: die aktuellen Zeiten findet man hier. Aktuell ist es 0:30 Uhr und am WE 1:30 Uhr. Der Dresscode ist als casual angegeben.

 

Mein ersten chicken Laksa. Nicht so gut wie das von Amanda, aber lecker.

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True Story!

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Application for Visa in Singapur für Thailand.

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Wo kann man hier seinen Wohnsitz anmelden?

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