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So war die Autofahrt von Phuket nach Bangkok

Vor nun ca. 3 Wochen haben wir unser schönes Kamala hinter uns gelassen und sind nach Bangkok aufgebrochen. Das waren sehr aufregende 36 Stunden kann ich Euch sagen. Für alle die es eilig haben: Alpen, Chumphon, Mai Tai, fließend Thai sprechen, Ratten, 20km nach Burma, Panne, Reparatur, Affen, wer bremst verliert, Bangkok.

Unser Roadtrip

Die Strecke zwischen Phuket und Bangkok haben wir in zwei Abschnitte unterteilt: Phuket – Chumphon – Bangkok. Das erste Teilstück ist an Idylle kaum zu überbieten. Im Prinzip muss man sich die Alpen vorstellen nur mit der ein oder anderen Palme dazwischen. Der Weg ist nicht sonderlich kompliziert und das ist auch gut so, denn man ist eigentlich die meiste Zeit mit Obachtgeben und Glotzen beschäftigt. Sagen wir es mal wie es ist, der Thailänder ansich bremst nicht so gern. Möchte man also gerne irgendwo hineingelassen werden wartet man auf ein Hereinwinken vergeblich. Auch bedeutet die Lichthupe an Kreuzungen hier nicht “fahr rein” sonder “schau dass Du dich schleichst!” 

Mit dem zu Hause erlernten kommt man hier also nicht weit, daher “When in Rome, do as the Romans do!” Blinker rein, rüberziehen und nicht in den Rückspiegel schauen! Wird schon – muss ja! Aber auch ohne die Kamikaze Fahrer ist die Fahrt sehr aufregend und so kann es passieren dass man sich folgenden Satz sagen hört: “fahr mal rechts ran, ich glaube der Roller gerade hatte zwei Schimpansen auf dem Rücksitz”. (Hatte er, siehe Fotos!)

Das perfekte Dinner

In Chumphon übernachteten wir in einem ganz tollen Hotel A-te http://www.atechumphon.com (falls Ihr mal hinkommt: ca. 30-50 EUR p.N und spitze) und haben uns im Pool die Oscars und einige Mai Tais gegönnt. Es kam wie es kommen musste, wir hatten schon nach kürzester Zeit die Lampe an. Heiter und hungrig ging es dann in eine der Strassenküchen. Zwei Erinnerungen konnte ich in den nächsten Tag hinüber retten:

1) ich habe fließend thailändisch gesprochen (und da übertreibe ich nicht) und meine Bestellung ausschließlich in der Landessprache aufgegeben (inkl. Sonderwünschen).

2) beim Essen sind uns Ratten über die Füße gelaufen aber das hat uns nicht beeindruckt

Wir können das deutsch sein immer noch nicht lassen!

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Bangkok wo uns auf der Strecke ein Teil des Unterbodens abgerissen ist und auf der Strasse schleifte. Voller Angst, dass man unsere hilflose Situation nun ausnutzen wird und wir dem Besitzer mit unserem Besuch den neuen Wintergarten finanzieren werden, sind wir auf seinen Werkstatthof gerollt. Nach einem “Sawadee Kha” und “look, this no good” hat sich der Besitzer unter den Wagen gelegt und losgelegt.

Hier unsere Tipps wie man in einer solchen Situation Betrügern keine Chance gibt: 

  • Kleinere Scheine in die Hosentasche stecken, damit der potentielle Gauner nicht merkt dass man auch noch mehr dabei hätte
  • immer wissend die Situation beobachten
  • zu jeder Zeit vermitteln: ich bin selber Mechaniker und kenne mich aus, habe nur eben kein Werkzeug zur Hand

Nach 20 Minuten war er fertig und sagte mit dem freundlichsten Lächeln der Welt, dass er dafür gerne 20 THB hätte – das sind 50 Cent. Wir haben uns noch bis Bangkok geschämt

Jetzt genießen wir noch einige Tage in der Hauptstadt bevor es dann nach Vietnam geht.

 In den nächsten Tagen erzähle ich Euch dann noch von einem ganz exotischen Land, dass ich von Bangkok aus besucht habe. Das war ein Kulturschock, das kann ich Euch schon mal sagen!

Thai Visum in Bangkok verlängern

Wenn man in Thailand ist, kann man seine aktuelle Aufenthaltsgenehmigung vor Ort verlängern lassen. Bei dem normalen Einreise-Stempel oder Visa-On-Arrival geht das normalerweise für 7 Tage und nur wenn man einen guten Grund hat. Ein echtes Visum, also wenn man so einen großen Aufkleber einer thailändischen Botschaft im Pass hat, kann dagegen auch ohne Grund um bis zu 30 Tage verlängern. Wir hatten ja ein 60 Tage Visum aus Singapur und da das in den nächsten Tagen abläuft habe ich mich heute auf den Weg zur Immigration gemacht um es verlängern zu lassen. Da das nicht ganz so einfach war, hier eine kleine Anleitung:

Folgende Unterlagen braucht man zur Antragsstellung

  1. Das Formular zur Verlängerung “TM. 7″ (gibts vor Ort am Informationsschalter)
  2. Ein Passbild (kann man vor Ort in einem Shop machen lassen)
  3. Fotografien der Datenseite des Passes, des Visums und der Einreisekarte
  4. Original Pass und Einreisekarte
  5. 1.900 THB für die Gebühr

Adresse und Ort:

Es gibt im Internet viele Seiten die sagen, dass man zum Büro der Immigration in Sathorn gehen soll. Angeblich soll das sogar auf den offiziellen Webseiten des Immigration Departments stehen. Ich habe aber auch gelesen, dass das völlig falsch ist. Keine Ahnung, ich kann aber bestätigen dann ich heute in dem anderen Büro im Chaengwattana Government Complex war und dort auch eine Verlängerung bekommen habe.

Die Adresse lautet:

Government Center Chaeng Wattana Building B, Nr. 120
Moo 3, Chaeng Wattana Road Soi 7,
Tung Song Hong Subdistrict
Laksi, Bangkok 10210

Das Gebäude ist eine ziemliche Schau und ich war recht beeindruckt. Das ist etwa so groß zwei oder drei große Messehallen, hat 7 oder 8 Stockwerke und sieht ziemlich beeindruckend aus. In dem Gebäude und auch in der Umgebung sind ganz viele Behörden und Regierungsorganisationen angesiedelt. Im Untergeschoss ist eine kleine Mall, ein 7-Eleven und ein Foodcourt. Dort gibt es auch alle Banken und jede Menge Geldautomaten, sowie Geschäfte die einem die Passbilder und die Kopien machen. Ausser dem Pass und der Einreisekarte kann man eigentlich alles zu Hause vergessen.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 08:30 bis 12:00 und 13:00 bis 16:30

Hinkommen:

Das ist ein bisschen schwieriger, weil für SkyTrain und Metro ist es zu weit ausserhalb. Entweder fährt man komplett mit dem Taxi, was mindestens eine Stunde dauert und etwa 300 THB kosten wird. Oder man fährt zumindest so weit es geht mit den Öffentlichen und erst dann mit dem Taxi weiter. Die beste Station ist meiner Meinung Mo Chit vom SkyTrain. Man kann zwar noch einmal mit der Metro weiterfahren, aber das bringt meiner Meinung nach nicht viel. Vor dort fährt man mit dem Taxi weiter und bezahlt etwa 100 THB für die 20 Minuten Fahrt. Ich würde beim nächsten Mal komplett mit dem Taxi fahren. 

Dieses Mal habe ich allerdings die komplizierteste aller Möglichkeiten gewählt und bin zuerst mit dem SkyTrain und dann noch mit der U-Bahn weiter nach Bang Sue weitergefahren. Dort gabs aber kein Taxi, so dass ich ein Motorrad-Taxi genommen habe und dann 30 Minuten um mein Leben fürchten musste- Der 16jährige Bengel ist erst 10 Minuten über Sandgruben und Bahngleise gefahren und dann ziemlich über die Schnellstrasse gerast. Also wir schon in der richtigen Strasse waren hatte er keine Ahnung wo es genau ist und musste ca. 7 mal nachfragen. Naja, wenigstens hat er gefragt und ist nicht stundenlang mit mir rumgefahren.

Zurück hatte ich mir zwar geschworen, ein normales Taxi zu nehmen, aber nachdem ich dann 20 Minuten lang auf eines gewartet hatte, hab ich mich halt doch wieder bei einem Selbstmörder hinten drauf gesetzt.

Also zusammenfassend:

  • Entweder Taxi zur Adresse oben
  • Oder BTS nach Mo Chit und dann weiter mit Taxi/Motorradtaxi

Wichtig wäre noch, dass man sich einigermassen sicher ist, dass der Taxifahrer verstanden hat, wo man genau hin will. Das ganze Areal ist so groß wie ein komplettes Messegelände und nicht besonders übersichtlich. Wir sind, also wir eigentlich schon dort waren noch einmal 15 Minuten rumgefahren, die er natürlich extra bezahlt haben wollte.

Der Ablauf vor Ort

Das ist eigentlich wieder einfach, man geht am südlichen Eingang (wie in der Google Skizze) in das Gebäude und dann sollte gleich auf der rechten Seite das Immigration Department zu sehen sein. Wenn nicht, ist man vermutlich auf der falschen Seite rein. Drinnen gibt es einen Vorraum mit vielen Tischen zum Ausfüllen der Formulare und einen Info-Counter an dem man das Formular auch bekommt.

Nach dem Ausfüllen geht man links am Infocounter vorbei (das ist ein bisschen versteckt) durch eine Sicherheitsschläuse  und steht in einer ziemlich großen Halle. Dort gibt es wieder einen Counter und wenn man den Damen seine Formulare zeigt, dann bekommt man eine Wartenummer mit einem Buchstaben und zwei Zahlen. Bei mir war das J2-177. Das bedeutet man muss sich zuerst den J-Bereich suchen und dort an die Schaltergruppe J2 gehen, das sind immer so 3 oder 4 Schalter. Dort werden dann die Zahlen aufgerufen und an welchen Schalter man genau gehen soll. Da steht dann J2 177 32, also im Bereich J2 soll der mit der Nummer 177 an Schalter 32 gehen. Das klingt schwerer als es ist. Bei mir hat es etwa 45 Minuten gedauert bis ich dran war. Dann 5 Minuten rein, alles abgeben, ein Bild machen lassen und man darf wieder gehen. In der Zwischenzeit wird der Antrag geprüft und es kommt der Stempel in den Pass. Was bei mir etwa 15 bis 20 Minuten gedauert hat. Danach wird die Nummer auf die gleiche Weise noch einmal aufgerufen und man kriegt seinen Pass mit Stempel. Die Abwicklung vor Ort ist erstaunlich effizient und alles ist gut durchorganisiert.

Für eine Toilette

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Netter Ausblick

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Wir sind wieder hier, in unserem Revier: Din Tai Fung

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Franchise in Bangkok “Subway”

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Es hat sich ausgestrandet – Good Morning Bangkok!

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Tuk Tuk, Business Class

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On The Road Again

So, jetzt geht es gleich los. Wir sitzen zwar noch in Kamala in unserer Stamm-Frühstückskneipe dem Ohlala, haben gerade unsere Lieblingsgericht “Duck with crispy onions” gegessen und trinken unseren Kaffee aus, aber in ein paar Minuten geht es los. Unser kleiner Bungalow ist ausgeräumt und alles was wir mitnehmen können ist im Auto verstaut. Alles andere haben wir bei Thomas, dem Wirt der Kokosnuss hinterlegt, falls wir mal wiederkommen sollten :-)

Jetzt geht es nach Bangkok, wobei wir heute wahrscheinlich nur bis Chumphon kommen werden. Ab heute könnte sich unsere Positionsanzeige also wieder bewegen. In letzter Zeit scheint sie nicht richtig funktioniert zu haben und hat drei Monate lang nur Kamala angezeigt. Den Fehler werden wir gleich beseitigen.

Abschied aus Kamala

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